Erzähl doch mal! (Über) Lite­ra­tur spre­chen. Fest­ta­gung zu Ehren von Jörg Döring

Konferenz

12. – 13. November 2026
Student Service Center (SSC)
Sandstraße 16–18 | Raum F-S 002
57072 Siegen

Die Tagung Erzähl doch mal! (Über) Literatur sprechen ist Jörg Döring zu seinem 60. Geburtstag gewidmet – einem Forscher, Kollegen, Mentor und Freund, der Literatur immer als ein offenes, dialogi­sches und mediales Gesche­hen versteht. Sie soll ein Feld erkunden, das er in den letzten Jahren mit beson­derer Leiden­schaft bestellt hat: das Verhält­nis von Literatur, Stimme und Medium.
Im Zentrum steht die Frage, was geschieht, wenn Literatur nicht stumm vom Papier abgelesen wird, sondern, wenn sie gespro­chen, laut vorge­lesen, in Audio­medien inszeniert wird. Mit Formen der medialen und techni­schen Vermitt­lung erfährt Literatur zudem häufig verstärkte Beach­tung, sie wird popula­risiert. Die Tagung möchte solche Formate der Popu­larisie­rung von Literatur, etwa in Form von Hörbüchern, Hörspielen, Lesungen, Sprech­perfor­mances, Podcasts, Radio- und Fernseh­sendungen in den Blick nehmen und auch Gelegen­heit für theore­tische Refle­xionen über das Hören und über die Materia­lität von Sprache bieten. Audio­litera­rische Formen leben von Stimmen, Atmo­sphären, Auffüh­rungen; sie entfalten sich zwischen Manu­skript, Mikrofon und Laut­sprecher – in jenem produk­tiven Zwischen­raum, der Jörg Dörings wissen­schaft­liche Neugier immer ausge­zeichnet hat.

Programm

12.11.26

14:00 – 14:30 Uhr

Katha­rina Knorr
Theresa Specht
Jörgen Schä­fer

Hören Sie mal! Jörg Döring und das Spre­chen über Lite­ra­tur (und manches andere)

12.11.26

14:30 – 15:30 Uhr

Erhard Schütz

Wie Dich­ter Dich­ter lesen hörten und sahen

12.11.26

15:30 – 15:45 Uhr

Kaffee­pause

12.11.26

15:45 – 16:30 Uhr

Georg Stanit­zek

Alex­an­der Kluge, die Stimme

12.11.26

16:30 – 17:15 Uhr

Rudi Deuble

Klit­ters und das Amei­sen­gold

12.11.26

17:15 – 17:30 Uhr

Kaffee­pause

12.11.26

17:30 – 18:15 Uhr

Jan Süsel­beck

Thomas Harlans „Spra­che als Kathe­drale“: Diskon­ti­nu­i­tät und Erin­ne­rung in Chri­s­toph Hübners Doku­men­ta­r­film Wander­split­ter (2006)

12.11.26

18:15 – 19:00 Uhr

Eckhart Nickel

„Lit-Oh-Mania!“ Wenn Bücher in Roma­nen selbst zu spre­chen begin­nen.
Lesung einschlä­gi­ger Szenen aus Hyste­ria (2018), Spitz­weg (2022) und Punk (2024)

12.11.26

19:30 Uhr

Abend­es­sen

13.11.26

09:30 – 10:15 Uhr

Chris­tine Haug

Para­texte als Ort des Spre­chens über (Hef­troman-)Lite­ra­tur

13.11.26

10:15 – 11:00 Uhr

Niels Werber

Gerhard Henschel und Martin Schlos­ser: (Über) Lite­ra­tur schrei­ben und spre­chen

13.11.26

11:00 – 11:15 Uhr

Kaffee­pause

13.11.26

11:15 – 12:00 Uhr

Thomas Wegmann

Ohne ein Blatt vor dem Mund? Zur Praxeo­lo­gie lite­ra­ri­scher Steg­reif­kri­tik

13.11.26

12:00 Uhr

Jörg Döring

„Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen“: Jörg Döring spricht über Lite­ra­tur (und manches andere)