Spani­sche Kunst – deut­sche Kunst­ge­schichte. Repro­duk­tion, Popu­la­ri­sie­rung, Kritik

17. November - 18. Dezember 2022
Hauptbibliothek Adolf-Reichwein-Straße (AR)

Informationen zur Ausstellung

Die Ausstellung Spanische Kunst – deutsche Kunstgeschichte. Reproduktion, Popularisierung, Kritik befasst sich mit der Entdeckung spanischer Malerei in der deutschen Kunstgeschichte und Populärkultur um 1900. Die Gemälde von Künstlern wie El Greco, Velázquez, Murillo oder Goya konnten durch die Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten fotomechanischen Vervielfältigungstechniken als Reproduktionen verbreitet werden. In Form dieser Bilder erhielten die bis dahin – auch durch die räumliche Entfernung der Originale – in Deutschland wenig beachteten Künstler Einzug in die kunstgeschichtliche Literatur, aber auch in die Populärkultur des frühen 20. Jahrhundert und sogar in den Schulunterricht.

Ausstellungen spanischer Kunst, aber vor allem die Reproduktionen in Ausstellungskatalogen, Zeitschriften und auf dem Reproduktionsmarkt machten die Gemälde für Kunsthistoriker:innen, Künstler:innen, aber auch für die breite Masse zugänglich. Auf welche Weise welche Werke spanischer Maler in Deutschland in Reproduktionen sichtbar wurden, soll anhand von frühen Gemäldewiedergaben in Publikationen, Mappenwerken, Einzelblättern oder Postkarten gezeigt werden. Die Ausstellung gibt einen Überblick über verschiedene Reproduktionstechniken, Spanienreisen deutscher Kunsthistoriker, bebilderte kunsthistorische Publikationen, den Bildaustausch zwischen deutschen Verlagen und dem Museo del Prado, spanische Kunst im Schulunterricht sowie Motive spanischer Künstler in der Populärkultur.

Die Ausstellung wurde vom Teilprojekt B02 in Kooperation mit Studierenden der Universität Siegen konzipiert.