Avant­garde oder Pop - Zum Verhält­nis von sinn­li­cher Wahr­neh­mung und diskur­si­ver Veror-tung der Praxis der NDW zwischen Kunst und Kommerz (2021)

Inhalt

Der Beitrag nimmt Praktiken des Wahrnehmens auf dem schmalen Grad der Genese kunstvoller und kommerzieller Musik in den Blick und fragt, wann das Erzeugnis von Künstler*innen im Zusammenspiel der wahrnehmenden Sinne Kunst ist. Die Antwort wird aus einem Begleitforschungsprojekt zu einer Ausstellung über die Neue Deutsche Welle im Osthausmuseum der Stadt Hagen extrahiert. Aus dem empirischen Material werden Praxisformen des Wahrnehmens als Bedingungsformen von Populärkultur als Kunst herausgearbeitet. Neben avantgardistischen geraten verstärkt populärkulturelle Praktiken der Affizierung und deren physisch-materielle Praxisdimensionen in den Fokus und erhellen die fluide Grenzregion zwischen Kunst und Pop. Um dem künstlerischen Potential der Popmusikpraxis von Bands wie Extrabreit, Ideal aber auch Nena auf die Spur zu kommen, wird in praxistheoretischer Perspektive auf der Folie der Arbeiten von Reckwitz (2015), Liegl (2015) oder Seyfert (2012) insbesondere nach dem Stellenwert des Affektiven im Rahmen der spezifischen Vollzugspraxis gefragt und die These verfolgt, die Kunst begründende kritisch soziale Praxis offenen Ausgangs, liege insbesondere in der Affektivität popmusikalischer Praxis.

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Zitierweise

Schäfer, Franka: Avantgarde oder Pop - Zum Verhältnis von sinnlicher Wahrnehmung und diskursiver Verortung der Praxis der NDW zwischen Kunst und Kommerz. In: Schürkmann, Christiane/Zahner, Nina (2021): Wahrnehmen als soziale Praxis. Künste und Sinne im Zu-sammenspiel. Reihe Kunst und Gesellschaft. Wiesbaden: Springer VS.