Der Herr der Ringe in Ranglis­ten. Wie Tolkien popu­lär wurde (2025)

Publication with qa

Inhalt

Textimmanente Erklärungen, warum J.R.R. Tolkiens Herr der Ringe so populär wurde, gab und gibt es viele. Wie das zunächst mäßig erfolg­reiche Buch eines Oxforder Mediä­visten aber zu einem globalen Best- und Long­seller avan­cieren konnte, davon können sie kaum hinreichend über­zeugen. Aufschluss­reich ist vielmehr der genaue Blick in die Popula­risierungs­geschichte des Herrn der Ringe und ihre quanti­tative Beach­tungs­dimen­sion (z. B. Auflagen­stärken, Best­seller­platzie­rungen), die der vorlie­gende Beitrag unter­nimmt. Er kann so zeigen, dass eine Reihe von Popula­risie­rungs­schüben dem Werk zu immer größerer Beach­tung verhelfen. Neben dem medialen Format­wechsel vom Hard­cover zum Taschen­buch sorgt vor allem die trans­mediale Auswei­tung des Romans ins Block­buster­kino ab 2000 dafür, dass der Roman in die deutschen Bestseller-Charts kata­pultiert wird. Über die verschie­denen am Franchise betei­ligten Medien lassen sich wieder­holt Popula­risie­rungen II. Ordnung ausmachen. Sie machen Tolkiens Werk zum globalen Long­seller. Die beispiel­lose Popu­laritäts­karriere des Herrn der Ringe wirkt außerdem auf die Gattung der Epic Fantasy zurück und rückt die riesigen, mittel­alter­lich anmu­tenden Erzähl­welten ins Zentrum der Populär­kultur.

Link

Hier finden Sie die Ausgabe der Zeitschrift (institutioneller Zugang erforderlich): Ansehen

Zitierweise

Specht, Theresa und Hans Rudolf Velten (2025): „Der Herr der Ringe in Ranglisten. Wie Tolkien populär wurde“, in: Euphorion 119 (4), S. 397–420.