Life­style und Konsumäs­the­tik in Unter­hal­tungs­ma­ga­zi­nen der Weima­rer Repu­blik

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08.01.26

Maren Lickhardt
Lifestyle und Konsumästhetik in Unterhaltungs­magazinen der Weimarer Republik

Illustrierte Unterhaltungsmagazine der Weimarer Republik stellen einen wesent­lichen Motor der Populär­kultur dieser Zeit dar, die als die „Goldenen Zwanziger“ erinnert werden. Indem die Magazine Konsum­ästhe­tiken und Konsum­wissen vermitteln, bilden sie außer­dem die Möglich­keits­bedin­gung für erste Formen von Pop-Kulturen, d. h. soziale Gruppie­rungen, die sich durch ästhe­tische Zeichen und spezi­fische Lebens­stile anein­ander binden und sich vonein­ander abgrenzen. Dieser Prozess wird in der Literatur gespiegelt (z. B. von Irmgard Keun und Ruth Landshoff-Yorck), sodass sich in der Weimarer Republik auch erste Formen von Pop-Literatur konsti­tuieren.

Der Vortrag widmet sich zum einen der Frage, wie Unter­haltungs­magazine der Weimarer Republik ihrer Leser:innen binden, sie zu aktiver Rezeption motivieren und zu einer Popu­larisie­rung eines urbanen glamou­rösen Lifestyle beitragen. Zudem wird gezeigt, wie Zeit­schriften- und Roman­ästhe­tiken mit Blick auf ihre gemein­same Adressaten­gruppe inter­agieren. Im National­sozialis­mus reißt dieser Diskurs keines­wegs abrupt ab, weshalb ein Aus­blick auf ästhe­tische Kontinui­täten über die politische Zäsur von 1933 hinweg geboten wird.


Weiterführende Informationen zur Vorle­sungs­reihe Von Tolkien bis TikTok. Dyna­miken popu­lärer Kultur sowie das voll­stän­dige Veranstal­tungs­pro­gramm finden Sie auf der Web­site der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

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Zur Videoaufzeichnung des Vortrags gelangen Sie hier: Ansehen