The Body is the Message. Körper­sen­sa­ti­o­nen in der Popu­lär­kul­tur

Gastvortrag von Prof. Dr. Gabriele Klein (Universität Hamburg)
28. Oktober 2021

Der Vortrag findet per Zoom statt.

In ihrem Gastvortrag „The Body is the Message. Körpersensationen in der Populärkultur” stellt Gabriele Klein verschiedene Aspekte körperlicher Affizierung in populärkulturellen Zusammenhängen anhand von drei Deutungsräumen dar. Anhand der Bildlichkeit des Körpers im digitalen Raum und damit zusammenhängenden Phänomenen der Optimierung, Selbstinszenierung, Körperarbeit und des Körperkapitals erläutert sie Auswirkungen auf Subjektkonzepte, aber auch das Phänomen der Berührungslosigkeit. Als zweites führt sie das Konzept des kollektiven Körpers an, also den physischen Körper in sozialen und kulturellen Situationen. Anhand von Massenveranstaltungen wie Fußballspielen oder Popkonzerten beschreibt sie die Verhandlung neuer Berührungsordnungen von Nähe und Distanz, bei denen die physische/körperliche Dichte Gleichheit erzeugt und hierarchische Strukturen verhindert. Mit dem Konzept der sozialen Choreografie beschreibt sie drittens kulturelle Situationen als Echtzeitkompositionen, die im Moment der Aufführung entstehen und durch Unvorhersehbarkeit geprägt sind. Das Konzept ermöglicht die Betrachtung von körperlichen, theatralen und choreografischen Realisierungen. Widerstandspotentiale sieht sie hier vor allem im Bruch mit einer Formensprache und in körperlichen Grenzerfahrungen. Mit dem Konzept der sozialen Choreografie lässt sich auch die Theatralität von Popkulturen untersuchen.