Nicht nur Text, nicht nur Daten … aber was dann? ‚Theoretisieren‘ durch Praktiken in der digitalen Editorik, der Digital History und den Computational Literary Studies (2026)
Inhalt
Das interdisziplinäre Feld der Digital Humanities (DH) steht nicht nur vor technischen und methodischen Herausforderungen, sondern auch vor der Notwendigkeit theoretischer Selbstvergewisserung. Das Panel widmet sich der Frage, inwiefern digitale Forschungspraktiken in den DH selbst zum Ausgangspunkt theoretischer Reflexionen werden. Im Zentrum stehen methodologische und epistemologische Konsequenzen, die sich aus der Arbeit mit digitalen Objekten und Methoden ergeben. Ausgehend von disziplinspezifischen Beispielen – aus der digitalen Editorik, der Digital History und den Computational Literary Studies – diskutiert das Panel, wie Theoretisierungsprozesse innerhalb digitaler Forschungspraxis sichtbar werden: Welche theoretischen Annahmen liegen digitalen Verfahren zugrunde? Welche neuen Begriffe, Konzepte und Modelle entstehen aus der digitalen Arbeit mit geisteswissenschaftlichen Objekten? Und wie lassen sich diese Entwicklungen in bestehende wissenschaftstheoretische Kontexte einordnen? Das Panel versteht sich als Beitrag zu einer kartografischen Erfassung theoretischer Ansätze innerhalb der DH. Ziel ist es, disziplinübergreifende Diskussionen anzuregen und das Bewusstsein für implizite Theoriearbeit in digitalen Forschungspraktiken zu schärfen.
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Zitierweise
Lucke, Alexa, Lisa Eggert, Jonathan D. Geiger, Tessa Gengnagel, Philipp Hegel, Silke Schwandt, Laura Untner und Christian Wachter (2026): „Nicht nur Text, nicht nur Daten … aber was dann? ‚Theoretisieren‘ durch Praktiken in der digitalen Editorik, der Digital History und den Computational Literary Studies“, in: S. Schwandt, G. Viehhauser und T. Andrews T. Wallnig (Hg.): Book of Abstracts – DHd2026 „Nicht nur Text, nicht nur Daten“, DHd 2026. Wien, S. 104–108.