Inhalt

Es geht um den Essay und vergleichbare Sachprosa in der deutschsprachigen Literatur seit den 1950er Jahren. „Essay - BRD” rekonstruiert die Bedeutung der Gattung für die intellektuelle Artikulation in Feuilleton und Literaturkritik, in der Literaturwissenschaft und in der öffentlichen Debatte. Das Buch zeichnet nach, dass der Essay um 1968/1970 und in der Folge als Genre einer experimentellen Literatur verstanden wird, in der sich der intellektuelle Versuch nicht einfach nur darstellt, sondern erfinderisch an Darstellungsweisen arbeitet. Darin gewinnt der Essay entgegen den von der älteren Kritischen Theorie und der Gruppe 47 gepflegten Konventionen neue Qualitäten. „Essay - BRD” bringt eine Reihe intensiver Lektüren; besondere Aufmerksamkeit gilt Texten von: Hans Magnus Enzensberger, Elfriede Jelinek, Alexander Kluge, Renate Matthaei, Uwe Nettelbeck, Michael Rutschky, Frank Schirrmacher und anderen.

Zitierweise

Stanitzek, Georg (2011): Essay – BRD. Berlin.