Ethno­gra­fi­sches Proto­kol­lie­ren - Erkennt­nis­ab­sich­ten und sprach­lich-stilis­ti­sche Gestal­tungs­prin­zi­pien (2019)

Inhalt

In ethnografischen Protokollen werden Beobachtungen, persönliche Eindrücke und individuelle Erlebnisse geschildert, um möglichst nah an das jeweils interessierende Geschehen heranzuführen und es nachvollziehbar zu machen (Breidenstein 2012). Ethnografische Protokolle sollen die Leser/innen in die Lage versetzen, mit ihrer "eigenen Aufmerksamkeit jene Aufmerksamkeiten zu verfolgen, die die untersuchten Kulturmitglieder im kompetenten Gebrauch der Bezeichnungen für sich und für einander organisieren" (Maeder/Brosziewski 1997, S. 340). Anliegen des Beitrags ist es, die Möglichkeiten der sprachlich-stilistischen Ausgestaltung ethnografischer Protokolle auszuloten, mit deren Hilfe sich das im Rahmen der Feldforschung Beobachtete, Gehörte, Erlebte, Empfundene und/oder Wahrgenommene schriftsprachlich fixieren und adäquat zum Ausdruck bringen lässt. In diesem Zusammenhang werden wesentliche Stilmittel (z. B. Formen der Redewiedergabe und Stimmenvielfalt, die Verwendung bildhafter Sprache, stilistische Wechselspiele oder Verbalisierungen des Verstehens) zusammengetragen und deren Einsatz an ethnologisch-anthropologischen und soziologischen Textbeispielen erläutert.

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Zitierweise

Bock, K. (2019): Ethnografisches Protokollieren - Erkenntnisabsichten und sprachlich-stilistische Gestaltungsprinzipien [56 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung/Forum: Qualitative Social Research, 20(1), Art. 6, http://dx.doi.org/10.17169/fqs-20.1.2933