„Diß buech­lin wurt guot zuo dem kouff.“ Zur Popu­la­ri­sie­rung in den „Nar­ren­schiff“-Drucken des 15. und 16. Jahr­hun­derts (2026)

Andere wissenschaftliche Publikation

Inhalt

Warum blieb Sebastian Brants „Narrenschiff“ fast einhundert Jahre lang populär? Der Beitrag unter­sucht die Frage nach dem Verlauf der Druck­geschichte aus dem Blick­winkel der Dynamik von Popula­rität und Populari­sierung. Zunächst begründet er die Begriffs­wahl in Differenz zu „Erfolg“ und „Reichweite“, macht Angaben zu den Gründen dieser Popu­larität im Sinne einer Beach­tung bei vielen und bestimmt sie als Vermitt­lungs­instanz zwischen gelehrter und ungelehrter Rezeption. Populari­sierung versteht er nicht als Wissens­vermitt­lung, sondern als Spring­quell für Folge- und Nach­drucke, Bearbei­tungen und Überset­zungen sowie als Form der reflek­tierten Inter­vention auf dem Buch­markt. Der Beitrag beschäftigt sich somit mit medien­histori­schen Fragen wie „Wie wird Popu­larität kommu­niziert, ausgestellt und ökono­misch genutzt?“, „Wer sind ihre Akteure?“ und „Wie trans­formiert diese Popu­larität das Buch selbst?“ Unter­sucht werden die von Brant autori­sierten Basler und Straß­burger Druck­ausgaben, die beiden lateini­schen Ausgaben von Locher und Badius, die nicht-autori­sierten Nach­drucke und die inter­polierten Ausgaben Grüningers bis hin zu den Druck­ausgaben Cammer­landers ab 1540 und den Frank furter Drucken. Ein Blick auf die franzö­sischen Überset­zungen bildet den Abschluss.

Link

Zum Band auf der Verlagsseite: Ansehen

Zitierweise

Velten, Hans Rudolf (2026): „Diß buechlin wurt guot zuo dem kouff. Zur Populari­sierung in den ‚Narrenschiff‘-Drucken des 15. und 16. Jahrhun­derts“, in: Christian Seebald und Hans Rudolf Velten (Hg.): Popular­isierung und Popu­larität im 15. und 16. Jahr­hundert. Trans­forma­tionen der Wissens­kultur zwischen Hand­schrift und Buch­druck. Berlin (Beihefte zur Zeitschrift für deutsche Philologie, 27), S. 127–158.