Dr. Jörgen Schä­fer (Neuere deutsche Literaturwissenschaft)

Meine Dissertation zur Pop-Literatur, die ich am Siegener Graduiertenkolleg „Intermedialität“ schrieb, war in den späten 1990ern die erste Monografie, die sich mit dem Verhältnis von Literatur und Populärkultur befasste. Nach ein paar Jahren als DAAD-Lektor an der Cardiff University (UK) kehrte ich nach Siegen zurück, und zwar um von 2002 bis 2012 im SFB/FK 615 „Medienumbrüche“ als Postdoc im Teilprojekt „Literatur im Netz/Netzliteratur“ zu arbeiten. Die Auseinandersetzung mit Elektronischer Literatur stellt seither einen Forschungsschwerpunkt dar, dem ich mich auch in Folgeprojekten wie dem „Archiv deutschsprachiger elektronischer Literatur“ (ADEL) widme. Meine Drittmittellaufbahn setzte ich fort als Mitarbeiter im DFG-Projekt „Die Adlon-Tapes: Zur Textgenese von ‚Tristesse Royale‘“, seit 2015 bin ich entfristeter Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Germanistischen Seminar. Im SFB 1472 schließt sich der Kreis: Als Ko-Leiter des Teilprojekts „Pop, Literatur und Neue Sensibilität: Theorien, Schreibweisen und Experiment“ gilt meine Aufmerksamkeit wieder der Literatur und Kultur der späten 1960er Jahre.