Prof. Dr. Daniel Stein (Amerikanistik)

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Seit den frühen 1980er Jahren eifriger Leser von Comics und verwandten Formen der grafischen Literatur. Interesse an Populärkultur spätestens seit Weihnachten 1987 durch gleichzeitigen Erhalt von Sony Walkman und Heavy Metal-Kassette Time to Rock gefestigt. Literatur- und kulturwissenschaftliche Ausbildung durch Studium der Amerikanistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in den 1990er Jahren. Erste internationale Erfahrungen durch Studienjahr am Austin College in Texas. Nach dem Master 2 Jahre Dozent an der University of Michigan in Ann Arbor, dann Promotion über den populären Jazzmusiker, Schauspieler und Autobiografen Louis Armstrong und wissenschaftliche Mitarbeiterstelle an der Georg-August-Universität Göttingen. Gefolgt von Mitgliedschaft als Mitarbeiter und später Projektleiter an der DFG-Forschungsgruppe Ästhetik und Praxis populärer Serialität (2010-2016). Seit 2014 Professor für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Siegen. Zurzeit Dekan der Philosophischen Fakultät. Zudem Mitherausgeber der Anglia: Journal of English Philology, laut Wikipedia „die älteste Fachzeitschrift der Anglistik weltweit“. Intensive Beschäftigung mit seriellen populären Erzählformen, vor allem im Teilprojekt A01: Serienpolitik der Popästhetik: Superhero Comics und Science-Fiction-Heftromane. Zusammen mit Niels Werber, Laura Haas und Anne Deckbar interessiert mich vor allem der Wandel von primär print-basierten Aushandlungen über die Ästhetik und Relevanz von Superheldencomics, wie sie sich z.B. in Editorials, Leserbriefen und Fanzines Bahn brechen, hin zu digitalen Kommunikationsformen, insbesondere Wikis und Fan-Foren. Hier werden Fragen der Archivierung und Kanonbildung ebenso wie (identitäts)politische Anliegen unter neuen – und bislang kaum untersuchten – Prämissen verhandelt.